Kurzinformation über die Volkssolidarität

Die Volkssolidarität wurde im Oktober 1945 im Osten Deutschlands gegründet,

um die schwere soziale Not, Leid und Elend nach dem Ende Krieges zu lindern. Der Verband hat eine lange Tradition des sozialen Engagements für ältere Menschen, chronisch Kranke, Pflegebedürftige, sozial Benachteiligte und in den letzten Jahren zunehmend für Kinder und Jugendliche. Von Anfang an war und ist der Grundwert Solidarität Leitmotiv des Wirkens des Verbandes.

  • Das heutige Wirken der Volkssolidarität als Sozial- und Wohlfahrtsverband umfasst drei Aufgabenbereiche:
  • den Mitgliederverband mit einem vielgestaltigen Vereinsleben in den Orts-, Interessen- und Selbsthilfegruppen, getragen von dem freiwilligem sozialen Engagement vieler Mitglieder und Mitarbeiter;
  • die sozialen Dienste und Einrichtungen, sozial-kulturellen Angebote sowie Vorsorgeangebote und die sozial-politische Interessenvertretung.
    Zahlen und Fakten zur Volkssolidarität im Jahr 2005
  • Mit mehr als 330.000 Mitgliedern in 7.063 Mitgliedergruppen und ihren 14.905 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehört die Volkssolidarität zu den großen Sozial- und Wohlfahrtsverbänden der Bundesrepublik.
  • Mehr als 31.000 ehrenamtliche Mitarbeiter leisten jährlich mit ca. 5,9 Millionen Stunden eine soziale Wertschöpfung von jährlich rund 43,2 Millionen Euro für das Gemeinwesen.
  • In den 553 Freizeit- und Begegnungsstätten sowie Begegnungszentren des Verbandes wurden 116.832 Veranstaltungen mit 2,12 Millionen Besuchern durchgeführt. Die 68.531 kulturellen Veranstaltungen der Mitgliedergruppen zählten 1,95 Millionen Teilnehmer. Die Reisen unter dem Dach der Volkssolidarität zählten 205.833 Gäste.
  • 1149 Sozialstationen und mobile Hilfsdienste der Volkssolidarität sowie 50 Einrichtungen der Tagespflege und 46 Einrichtungen der stationären Pflege und Altenhilfe sichern für annähernd 24.980 Menschen im Monat eine stabile und qualitätsgerechte sozial-pflegerische Betreuung.
  • Die Volkssolidarität ist Träger von 362 Kindertagesstätten mit über 35.000 Plätzen und leistet in diesem Bereich eine anerkannte Arbeit. Hinzu kommen 14 Kinder- und Jugendheime sowie die offene Jugendarbeit, die in 64 Freizeit- und Erholungseinrichtungen realisiert wird.
  • 306 Sozial-Kontakt- und Beratungsstellen bieten mit verschiedenen Sozialberatungsangeboten Hilfe und Unterstützung an.
  • Mit 6.788 Wohnungen im Osten Deutschlands hat die Volkssolidarität eine führende Position beim Wohnen im Alter.
  • Sozialpolitische Dokumente: Seniorenpolitische Standpunkte; Eckpunkte zur Reform der Pflegeversicherung; Eckpunkte für ein Soziales Infrastrukturprogramm für die neuen Bundesländer; Positionen für die Einführung einer Bürgerversicherung; Gesundheitspolitische Positionen

Präsident der Volkssolidarität: Prof. Dr. Gunnar WinklerBundesgeschäftsführer: Dr. Bernd NiederlandBundesgeschäftsstelle: Alte Schönhauser Str. 16, 10119 Berlin Tel. 030 - 2789 7-0 Fax 030 - 2759 3959E-Mail: bundesverband@volkssolidaritaet.de

Volkssolidarität fordert sozialen Ausgleich

Die Bundesländer tragen leider den verfehlten Kurs mit, die öffentlichen Kassen unter anderem mit Hilfe der erhöhten Mehrwertsteuer zu sanieren. Es handelt sich um einen Irrweg, der nicht zu einer Lösung der strukturellen Finanzprobleme der öffentlichen Haushalte führt und große Bevölkerungsgruppen nur zusätzlich belastet. Das erklärte Dr. Bernd Niederland, Bundesgeschäftsführer der Volkssolidarität, am Freitag in Berlin zum Ja des Bundesrates zum Haushaltsbegleitgesetz, mit dem die Mehrwertsteuer ab 1. Januar auf 19 Prozent angehoben wird.

Diese historische Steuererhöhung sei Gift für die Konjunktur, weil sie die Massenkaufkraft weiter schwäche, und verteilungspolitisch fragwürdig, weil besonders einkommensschwache Bevölkerungsgruppen die Zeche zahlen müssten, kritisierte der Bundesgeschäftsführer. Mit dieser Maßnahme wird an der falschen Stelle gespart bzw. werden nur diejenigen belastet, die sich nicht wehren können und keine mächtige Lobby haben. Betroffen sind vor allem die einkommensschwachen Haushalte, Rentner, Studenten, Arbeitslose und Sozialhilfe-Bezieher. Niederland verwies darauf, dass es für diese Bevölkerungsgruppen keinen Ausgleich gibt, wie er für Beschäftigte durch einen geringeren Beitrag zur Arbeitslosenversicherung vorgesehen ist.

Die Volkssolidarität fordert von der Bundesregierung, auch für diese Gruppen einen entsprechenden sozialen Ausgleich zur erhöhten Belastung durch die Mehrwertsteuer ab 1. Januar zu schaffen, so der Bundesgeschäftsführer. Dazu gehöre u. a., die Mehrwertsteuer für Arzneimittel zu halbieren, was die Volkssolidarität seit längerem verlangt.

V.i.S.d.P.: Tilo Gräser

www.volkssolidaritaet.de